Die Welt wird immer kleiner Das amerikanische Unternehmen Dubli startet den Frontalangriff im E-Commerce. In Kopenhagen wurde im Rahmen eines Grand Opening ein neues, weltweites Internet-Handelsportal vorgestellt, das im Network-Marketing vertrieben und über ein spezielles Kunden-Empfehlungsprogramm explosionsartig bekannt gemacht werden soll. Unter den rund 500 Besuchern der Dubli-Auftaktveranstaltung waren auffallend viele Networker zu sehen, die in der Network-Branche hohe Führungspositionen inne haben. „Die Märkte entwickeln sich global, wir müssen wissen, wo die Trends der Zukunft hingehen“, sagte ein bekannter Networker, der den Dubli-Start in Kopenhagen begeistert verfolgte. Network-Karriere hat sich mit dem Dubli-Erfinder und Firmengründer Michael Hansen unterhalten.
Network-Karriere: Michael Hansen, Sie starten mit Dubli.com einen Frontalangriff auf den Milliardenmarkt von Ebay. So ein Vorhaben bleibt nicht lange geheim. Gibt es schon Reaktionen von Ebay?
Michael Hansen: Nein, denn wir greifen ja nicht speziell Ebay an. Der Marktführer Ebay steht als Synonym für den weltweiten Internethandel. Es gibt bereits viele Handelsportale, die versuchen, an die Märkte von Ebay heranzukommen. Meist allerdings mit mäßigem Erfolg, weil die Internationalität bisher nur sehr beschränkt umgesetzt wurde. Genau hier sieht DubLi allerdings die große Lücke. Im E-Commerce wird die Handelswelt jeden Tag kleiner. Wir tragen den internationalen Ansprüchen Rechnung, indem wir den Handel wirklich weltweit für alle Zielgruppen ermöglichen. DubLi bringt Hersteller, Powerseller sowie Privatkäufer und -verkäufer aus aller Welt auf einem großen Portal zusammen. Unterschiedliche Sprachen und Währungen werden bei DubLi künftig keine Rolle mehr spielen.
NK: Ihr Portal ist für den weltweiten Waren-An- und –Verkauf von Herstellern, Zwischenhändlern und Privatleuten ausgelegt. Passt eine solche Angebotsvielfalt zusammen oder wird es unter dem Dubli-Dach eine Vielzahl von fachspezifischen Portalen geben?
Michael Hansen: Selbstverständlich gehören nutzerspezifische Portale zum DubLi-Konzept. DubLi ist das Dach, unter dem es einmal Hunderttausende Portale geben wird, die alle die gleichen Funktionen haben und für den lokalen bis hin zum weltweiten Handel eingesetzt werden können. Wer seine Produkte unter DubLi einstellt, entscheidet mit einem Klick, welche Zielgruppen und Länder er ansprechen möchte. E-Commerce muss meiner Meinung nach einfach von wirklich jedermann zu handhaben sein, sowohl in der Bedienung des Shops als auch beim Versand und Abrechnungswesen. Hier arbeiten wir mit international erfolgreichen Partnern zusammen, die es ermöglichen, dass z. B. Hersteller aus China direkt an Endverbraucher liefern, was ein Powerseller vom Wohnzimmer aus verkauft hat. Der Zwischenhändler nimmt dabei seine Ware überhaupt nicht in die Hand.
NK: Um noch einmal auf Ebay zurück zu kommen. Ebay ist seit zwölf Jahren auf dem Markt. Viele Händler meinen, dass die Internet-Technik und Abwicklung von Ebay in die Jahre gekommen ist. Ist dies für Dubli ein Wettbewerbsvorteil?
Michael Hansen: Die meisten Handelsportale arbeiten mit einer Technologie, die im Laufe der Jahre immer wieder angestückelt wurde. Vergleichen Sie dies mit der Software in einem Unternehmen.
Wer heute noch mit der Software von vor zehn Jahren arbeitet, wird sich trotz vieler Updates
immer schwerer tun. Natürlich haben wir es nun mit einer völlig neu entwickelten Software, die bereits auf die nächsten fünf Jahre ausgelegt ist, viel leichter. Hier konnten wir viel aus den Problemen der Mitbewerber lernen. Unsere Technik ist bereits beim Start sehr skalierbar und aufbaufähig, um den erwarteten Traffic jederzeit zuverlässig bewältigen zu können. Dies ist auch notwendig. Der E-Commerce-
Markt wächst täglich explosionsartig. Alleine in China kommen 500.000 neue User pro Woche ans Netz. Innerhalb von 24 Stunden werden ins World Wide Web 240.000 neue Produkte eingestellt. Das sind Zuwächse und Märkte, die man sich fast nicht mehr vorstellen kann.
NK: Wie ist die DubLi-Idee entstanden?
Michael Hansen: Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit zwei Themen: E-Commerce und Network-Marketing. Immer mehr Hersteller von Produkten, gleich welcher Art, suchen neue Vertriebswege auf internationaler Ebene. Die Lager sind voll, die eigenen Märkte übersättigt, es liegt also nahe, weltweit die Produkte anzubieten. Dazu brauchen die Hersteller ebenso wie Händler und auch Privatkäufer und –Verkäufer entsprechende Plattformen mit einer funktionierenden Logistik und einem sicheren Zahlungsablauf. Hier bietet sich ein Vertriebsmodell im Network-Marketing in idealer Weise an: Lokal, regional, bundesweit, Europa- und weltweit, alles ist möglich und wirklich einfach erklärbar. Dabei kann sich der Network-Marketing-Berater als Lizenznehmer ein aktives und ein passives Einkommen aufbauen: Aktiv durch das Einrichten von Shops, passiv aus allen Umsätzen, die sowohl über diese Shops laufen als auch von den Umsätzen, die durch reine Shop-Kunden-Empfehlungen getätigt wurden. Zudem nehmen alle Shop-Kunden an einem Dubli-Punkte und Bonusprogramm teil, das die Empfehlungen von Kunde zu Kunde rasant steigern wird. So baut sich für den Dubli-Network-Marketing-Berater ein nahezu unendliches Kundengeflecht auf, an dessen Umsätzen er dauerhaft profitiert.
NK: Nicht jeder Networker ist ein E-Commerce-Spezialist. Sollte man ein solcher sein, um mit DubLi Erfolg zu haben?
Michael Hansen: Unsere Lizenznehmer müssen keine Technik-Freaks sein, allerdings sollten sie eine gewisse Affinität und Begeisterung für das E-Commerce-Geschäft mitbringen. Die Dubli-Lizenznehmer
werden sowohl online als auch in regionalen Schulungs-Zentren für den Markt fit gemacht.
NK: Wie viele Network-Marketing-Berater haben Sie für den deutschsprachigen Raum in den nächsten Jahren vorgesehen?
Michael Hansen: Da der Markt unendlich ist und entsprechende Umsätze realistisch getätigt werden können, rechnen wir in 2007 mit 50.000 Beratern, 2008 mit 120.000 Beratern und 2009 wollen wir mit 200.000 Beratern den Markt bearbeiten.
NK: Kommen wir zur Finanzierung von DubLi: Ein solches Unternehmen aufzubauen und die erforderliche Technik und Logistik zu entwickeln, kostet zunächst einmal richtig viel Geld. Über welche Summen reden wir und wo kommt das Startkapital und die Sicherung der Folgekosten her?
Michael Hansen: Über konkrete Investitionssummen redet man auch in Dänemark nicht offen. Aber Sie haben Recht, es handelt sich um sehr große Summen, die zunächst in DubLi gesteckt werden mussten. Solche Beträge bekommt man trotz dem guten und nachvollziehbaren Konzept nicht bei der Hausbank um die Ecke. Hinter DubLi steht eine bedeutende Investorfamilie aus dem Nahen Osten, die sich verpflichtet hat, ein Vielfaches der bisherigen Investitionssumme in die Zukunft von DubLi zu investieren. Um gleich irgendwelchen Gerüchten vorzubeugen, DubLi ist nicht auf den Verkauf von Lizenzgebühren
angewiesen. Diese Gebühren haben wir alleine deshalb angesetzt, damit die künftigen Lizenznehmer hinter ihrem Geschäft stehen und nicht den Markt durch Inaktivität blockieren. Zudem bekommt der DubLi-Berater bei seinem Start eine werthaltige Gegenleistung in Form eines eigenen Shops, Schulungen und eine massive Werbeunterstützung durch Online- und TV-Werbung.
NK: Können Sie die DubLi-Vorteile für Ihre künftigen Network-Marketing-Geschäftspartner auf den Punkt bringen?
Michael Hansen: Der wichtigste Vorteil überhaupt dürfte sein, dass DubLi keine Einstellgebühren verlangt. Der Einsteller bezahlt also nur eine kleine Verkaufsprovision, wenn er auch wirklich sein Produkt verkauft hat. Damit öffnet der Berater jede Tür zu einem Hersteller, Händler und zu privaten Verkäufern. Der zweite Vorteil ist ebenso einfach wie einleuchtend: Warum soll jemand lokal handeln, wenn er ohne Kostenrisiko weltweit ohne Sprachbarrieren und Logistikprobleme handeln kann? Einfacher und erfolgversprechender kann man sein Network-Marketing-Geschäft wohl kaum aufbauen.